Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, ambulanten Diensten und Pflegeschulen: Seminar Kultursensible Pflege und Behandlung
Die Vielfalt unserer Gesellschaft spiegelt sich zunehmend auch in der Pflege wider. Menschen bringen unterschiedliche Lebensrealitäten, Wertvorstellungen, religiöse Überzeugungen und Erfahrungen mit Gesundheit, Krankheit und Pflege mit. Für Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten entstehen daraus vielfältige Anforderungen an eine professionelle, respektvolle und bedürfnisorientierte Versorgung.
Kultursensible Pflege und Behandlung bedeutet, individuelle Bedürfnisse wahrzunehmen, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen und die eigene Haltung zu reflektieren. Dabei geht es nicht um pauschales Wissen über bestimmte Kulturen, sondern um einen offenen und differenzierten Umgang mit Vielfalt. Insbesondere in der Kommunikation mit Patient*innen, Pflegebedürftigen und Angehörigen können unterschiedliche Erwartungen und Vorstellungen zu Missverständnissen oder Unsicherheiten führen.
Interkulturelle Kompetenz und kultursensibles Handeln sind daher wichtige Bestandteile einer zeitgemäßen, patient*innenorientierten Gesundheitsversorgung. Das Seminar vermittelt praxisnahe Ansätze, um kulturelle und individuelle Unterschiede besser einzuordnen, Kommunikationsbarrieren abzubauen und auch in herausfordernden Situationen professionell und wertschätzend zu handeln.
Das Training wird als Inhouse-Schulung maßgeschneidert für Sie durchgeführt.
Inhalte

Die Teilnehmenden erwerben nicht nur wichtiges theoretisches Wissen zu den Zusammenhängen von Gesundheit, Krankheit, Medizin, Pflege und Kultur. Sie beziehen die neuen Erkenntnisse direkt auf ihren beruflichen Alltag und erweitern damit auch ihre Sozialkompetenz.
Grundlagen interkultureller Kompetenz im Seminar Kultursensible Pflege und Behandlung
- Einführung in kultursensible Versorgung und Pflege: Basiswissen zum Thema Kultur im Gesundheitswesen und in der Pflege; kulturell und religiös unterschiedliche Sichtweisen auf Gesundheit, Krankheit und Sterben; kulturell bedingte Rollenerwartungen an gesundheitliche Versorgung und Pflege
- Kulturelle Orientierungen im Gesundheitswesen und in der Pflege: Bedeutung von Kulturdimensionen und Kulturstandards im Gesundheitswesen und in der Pflege (bspw. Hierarchien, Individualismus vs. Kollektivismus, Kommunikationsstile, Einstellung zu Zeit und Raum, Rollenerwartungen); Reflexion der eigenen kulturellen Prägung und Kennenlernen unterschiedlicher kultureller Orientierungen
- Interkulturelle Kommunikation in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen: Basiswissen zu den kulturabhängigen Kommunikationsstilen; Reflexion des eigenen Kommunikationsstils; Kennenlernen verschiedener Kommunikationsstile, Praktische Hilfestellungen bei der Kommunikation mit Patient*innen mit Migrationsgeschichte und Pflegebedürftigen, kultursensibel Patienten- und Angehörigengespräche führen
Guter Umgang mit interkulturellen Konflikten und Stereotypen
- Transkulturelle Sensibilisierung: Verständnis der kulturabhängigen Einstellungen von Patient*innen mit Migrationsgeschichte und Pflegebedürftigen erweitern; Perspektivwechsel in Form der Simulation eines Kulturschocks; Potenziale kultursensibler Pflege und Versorgung kennenlernen
- Kritische Ereignisse im Arbeitsalltag: Einführung in die „Methode der kritischen Ereignisse“; Praktische Hilfestellungen für die Lösung kulturbedingter Konflikte mit Patient*innen
- Vorurteile & Stereotype auflösen: Praktische Einführung in die Kognitionspsychologie zur Schärfung der „eigenen Sicht“ auf die Welt (bspw. Priming, Framing); Ursachen für die Entstehung von Vorurteilen; Maßnahmen, um Vorurteile aufzulösen
Sie lernen

Durch das Seminar „Kultursensible Pflege und Behandlung“ wird die interkulturelle Kompetenz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Gesundheitswesen und Pflege geschult. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden für kulturelle und religiöse Hintergründe zu den Themen Krankheit, Gesundheit und Pflege sensibilisiert.
Die Teilnehmenden erhalten praktische Hilfestellungen für transkulturelle Kommunikation. Ihnen wird kontrastiv verdeutlicht, wie man typischerweise in Deutschland und in anderen Ländern kommuniziert. Daran anknüpfend können Techniken der kultursensiblen Kommunikation verinnerlicht werden.
Ein besseres Verständnis von kulturabhängigen Aspekten ist die Voraussetzung, um interkulturelle Konflikte zu vermeiden bzw. frühzeitig im Arbeitsalltag zu erkennen. Die Teilnehmenden lernen deshalb die „eigene Sicht“ auf die Welt besser kennen. Darauf aufbauend kann für die gute Lösung kulturell bedingter Konflikte und für die Vermeidung von Vorurteilen im Arbeitsalltag sensibilisiert werden. Die tägliche Arbeit im internationalen Umfeld wird erleichtert.
Methoden
Das „Seminar Kultursensible Pflege und Behandlung“ zeichnet eine große Methodenvielfalt aus. Neben Gruppenarbeiten, Simulationen, Rollenspielen und Kommunikationsübungen vermitteln flankierende Vorträge den theoretischen Hintergrund. Ein Schwerpunkt liegt auf Fallbeispielen aus der Praxis. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird dadurch neues Wissen vermittelt, das sich eng an ihrer beruflichen Realität orientiert.
Teilnehmer*innenkreis
Die Fortbildung richtet sich an alle Mitarbeiter*innen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, ambulanten Diensten und Pflegeschulen. Es ist insbesondere wichtig für Mitarbeiter*innen mit regelmäßigem Kontakt zu Patient*innen und Pflegebedürftigen mit Migrationshintergrund.
Organisatorisches
Dauer: Nach Bedarf und Zielgruppe; optimal 2 Tage
Termin: Jederzeit nach Absprache
Teilnehmerzahl: max. 12 Personen
Ihre Trainerinnen: Dr. Barbara Krampitz, Dr. Nicole Meckoni, Annette Jall, B.A., M.Sc. oder Silke Jordan




Durchführung Inhouse

Bei Interesse an einer Durchführung dieses Seminars Inhouse kontaktieren Sie uns bitte über folgendes Kontaktformular oder telefonisch.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!





